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Far Cry 2

 
Far  Cry 2
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8.1 (2)

Die Jagd nach dem Schakal

Dabei handelt es sich keineswegs um eines der Lieblingstiere des seligen Prof. Grzimek. Denn auch wenn sich dieHandlung von Far Cry 2 in einem Gebiet abspielt, dass Teilen Ostafrikas (Keniaund Tansania) nachempfunden ist, werdet ihr hier sicher nicht zum Tierschützerausgebildet. "Der Schakal" ist vielmehr ein kriminellerWaffenhändler, der durch die Versorgung der verfeindeten Fraktionen von UnitedFront for Liberation and Labour (UFLL) und Allliance for Popular Resistance(APR) mit Waffen aller Art einen Bürgerkrieg am Köcheln hält. Und ihr habt denAuftrag, diesen Kriegstreiber auszuschalten.

Natürlich ist das viel leichtergeschrieben als getan und daher ist es ein weiter Weg, bis ihr eure Flinte aufdiesen Bösewicht anlegen dürft. Der Weg ist vielmehr das Ziel und das imwahrsten Sinne des Wortes, denn in Far Cry 2 werdet ihr etliche Kilometer aufstaubigen Pisten und in abgewrackten, rostigen Jeeps verbringen und dabeiAufträge für die beiden Kriegsparteien, Waffenhändler oder auch einige eurerneu gewonnenen Kameraden erledigen. Getreu dem GTA-Prinzip seid ihr keinerSeite verpflichtet und absolviert Missionen nach eigenem Gutdünken. Häufigkönnt ihr sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn sich die Missionenverschiedener Auftraggeber miteinander verbinden lassen. Eure Aufgaben erhaltetihr z. B. in den Kommandozentralen der verfeindeten Seiten. Meist geht es dabeidarum, Stellungen oder Angehörige der jeweils anderen Seite auszuschalten oderauch mal den örtlichen Polizeichef aus dem Verkehr zu ziehen.

Daneben erhaltet ihr - oftparallel - Aufträge von Kameraden, die ihr zuvor aus einem Schlamassel gerettethabt. Daher muss man sich gelegentlich entscheiden, wessen Auftrag man lieberausführen möchte und welche Belohnung man einstreichen will. Die Kriegsparteienbezahlen euch mit Diamanten - der einzigen verlässlichen Währung. Diese brauchtihr für den Kauf von Ausrüstungsgegenständen. Doch dummerweise habt ihr euchauch mit Malaria infiziert und benötigt gelegentlich Medikamente. Wenn euchdiese ausgehen, müsst ihr Missionen annehmen, die euch mit neuen Pillenversorgen.

Frei geboren, frei erkundet

In diesen Fällen sucht ihr denUnterschlupf von Untergrundorganisationen auf oder trefft euch mit eurenFreunden in Safe-Houses oder Kneipen. Oft bitten euch auch Waffenhändler umeine Gefälligkeit, womit ihr neue Schießprügel und Verbesserungen freischaltet.Spätestens sobald ihr euch dann an die Erledigung der ersten Aufträge macht,werdet ihr aus dem Staunen so schnell nicht herauskommen. Die afrikanischeLandschaft ist auf atemberaubende Weise nachgestellt worden und wirkt absolutauthentisch.

Hüfthohe ausgedorrte Gräserwiegen sich im Wind, mächtige Affenbrotbäume beherrschen in den Weiten derSavanne das Bild und die enorme Weitsicht lädt zum Träumen ein. Erst recht,wenn man sich die Zeit nimmt, all dies in sich aufzusaugen, und denatmosphärisch famosen Tag/Nachtwechsel zu genießen. Hier hat das Ubisoft-eigeneEntwicklerteam prächtige Arbeit geleistet. Eure Ziele findet ihr dankGPS-Navigation, die auf der mit dreistufigem Zoom ausgestatteten Karteverzeichnet sind. Das hört sich jedoch einfacher an, als sich in der Praxiserweist. Zum einen ist die Wegfindung durch den afrikanischen Busch allesandere als intuitiv. Das GPS-Signal ist nicht perfekt auf die hügeligenSchotterpisten angepasst und so rattert man häufiger an der richtigen Kreuzungin die falsche Richtung. Das allein würde euch natürlich niemals von derErledigung eures Auftrags abhalten. Dafür sind die Anhänger derunterschiedlichen Fraktionen verantwortlich, die praktisch an jeder verdammtenWeggabelung eine Straßensperre bzw. einen Kontrollpunkt aufgebaut haben.

Da ihr immer im Geheimauftragunterwegs seid, interessiert es die Freischärler nicht, ob ihr gerade ein Zielder Gegenseite ausradieren sollt und so werdet ihr fortwährend unter Beschussgenommen. Dieser spieltechnische Designkniif ist auf der einen Seite verständlich,denn die Fahrten mit Wagen, Boot oder später auch Fluggleitern zu den Zielendauern aufgrund der großen Distanzen häufig zehn Minuten oder mehr und zu vielLeerlauf wäre dem Spielspaß abträglich.

Schüsse aus dem Unterholz

Auf der anderen Seite nervt esnach einer gewissen Zeit tierisch, wenn man zum fünften Mal innerhalb einerStunde ein und denselben Wegpunkt überquert und dort erneut ein halbes DutzendWidersacher ausschalten muss. Und seinem Ziel damit nur langsam und zäh näherkommt. Wie, ihr wollt einfach durchbrettern? Vergesst es! In der Regel hat dieMillitia nichts Besseres zu tun, als sich in das nächstbeste Vehikel zuschwingen und die Verfolgung aufzunehmen.

Das kann mitunter zu skurrilenSituationen führen, wenn man etwa genau vor dem Widersacher steht, dieser sichaber zum Fahrzeug umdreht und einsteigt, um das darauf montierte MG zubenutzen. Bis dahin hat der KI-Gegner jedoch schon längst eine fette LadungBlei im Rücken. Da kann man auch gleich anhalten und die Feinde schnellstmöglichzu plätten - wenn man sie denn sieht. Die afrikanische Umgebung macht es euchnämlich häufig sehr schwierig, die Widersacher überhaupt auszumachen, selbstwenn sie nur wenige Meter entfernt stehen. So muss man meist die eine oderandere Garbe einstecken, bevor man die feindlichen Schützen lokalisiert hat undebenfalls das Feuer mit einer der drei mitgeführten Wummen eröffnet. Dieseteilen sich übrigens in entsprechend viele Kategorien ein, was dazu führt, dassman entweder nur ein Scharfschützengewehr oder ein Sturmgewehr mitschleppt unddaneben noch auf Raketenwerfer/Flammenwerfer MP/Pistole und eine Machetezurückgreift.

Diese ist zwar für den Nahkampfvorgesehen, einen speziellen Angriffsschlag gibt es jedoch leider nicht. DasAiming der Wummen ist leider nur mittelprächtig ausgefallen, viele Waffenmachen beim Anvisieren einen eher schwammigen Eindruck und so verzieht man dieersten Kugeln in hektischen Momenten meist ungenutzt. Doch zurück zum Gameplay.Diese häufigen Unterbrechungen und die teilweise ellenlangen Fahrzeiten sorgenimmer wieder für störende Unterbrechungen des Spielflusses, die schon argfrustig sein können.

Brandgefährliche Kettenreaktion

Auch nicht gerade lustig sind dieeigentlich gut gemeinten Respawns der eigenen Spielfigur: Sobald derLebensbalken erschöpft ist, bricht man zusammen und wird von einem der Freundegerettet und wiederbelebt (wenn man sich in der Nähe ihrer Position befindet,ansonsten wird ein Spielstand geladen).

Das dauert insgesamt aber viel zulange, mitunter vergehen dabei locker zwei Minuten. Neuladen ist aber auchnicht unbedingt die bessere Option, da die Ladezeiten von Far Cry 2 allgemeinsehr lang sind. Die Feuergefechte sind jedoch ziemlich kurzweilig, vor allemdie satten Explosionen und auch das umfangreiche Waffenarsenal könnenüberzeugen. Dabei kann man sich beispielsweise auch die überall angelegtenMunitionsvorräte zu nutzen machen und diese mit einem gezielten Schuss in dieLuft jagen. Häufig kommt es dann zu Kettenreaktionen, wenn nahestehende Fässerdetonieren und so ganze Außenposten mit einem einzigen Schuss dem Erdbodengleichgemacht werden. Als taktisches Mittel lässt sich außerdem das Buschfeuereinsetzen, dass entweder bei den oben beschriebenen Aktionen zusätzlichausgelöst oder von euch durch Molotov Cocktails oder Flammenwerfer initiiertwird. Diese zerstörerischen Feuer könnt ihr zwar nicht kontrollieren, sieheizen aber euren Feinden - und wenn ihr nicht aufpasst, auch euch selber -mächtig ein.

Ein wenig enttäuschend ist jedoch, dass man in Far Cry 2 nicht wirklich das Gelände zu seinem Vorteilnutzen kann. Selbst wenn man versucht sich anzuschleichen und das hohe Grasund/oder die Dunkelheit der Nacht auszunutzen, um die Ziele leiseauszuschalten, geht das meist schief. Erledigt man einen Widersacher, sind dieSchergen im weiten Umkreis gleich alle auf euch aufmerksam geworden und konterkarieren dieses Stealthvorgehen leider.

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Ich wurde etwas entäuscht, habe einiges mehr erwartet. Die Grafik ist für meinen Geschmak nicht so toll wie jeder sagt. Aber das Spile hat schon was....

 

Mein Fazit:

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Langzeitmotivation:
 
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Far Cry 2 stellt seinen Vorgänger in allem Belängen in den Schatten. Kaufen!!

 
 
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